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Die Veden

Die Veden

 

  Die Veden sind die ältesten Schriften Indiens und möglicherweise der ganzen Welt. Sie wurden mehrere Jahrtausende vor Christus niedergeschrieben und sind verfaßt als Hymnen in der Sprache Sanskrit. Diese Hymnen wurden von großen Heiligen (Rishis) empfangen, die eine direkte Sicht der Wahrheit hatten. Veda bedeutet Wissen.

  Wenn wir eine vedische Hymne hören, können wir unmittelbar wahrnehmen, daß diese Klänge etwas sehr schönes, kraftvolles und heiliges transportieren. Ihre Bedeutung ist selbst für Sanskritexperten äußerst komplex und vielschichtig, und die höchsten Ebenen ihrer spirituellen Bedeutung sind weitgehend in Vergessenheit geraten. Hochentwickelte Wesen können den Zugang dazu jedoch wieder erschließen.

  Yajna (Opfer) ist ein zentraler Begriff im Veda: wenn ich dem Göttlichen etwas wertvolles darbringe, wird mein Bewußtsein erhoben und auch mein praktisches Leben gefördert.

  Vedische Zeremonien wiederspiegeln dieses Prinzip auf irdischer Ebene. Hymnen, spezielle Gesten und geweihte Gaben wie Ghee (geklärte Butter) werden dem heiligen Feuer dargebracht, welches das Göttliche repräsentiert. Nach indischer Tradition helfen solche Riuale, die aus dem Gleichgewicht geratenen Kräfte der Natur zu harmonisieren, welche vom Menschen durch Konflikte, Kriege, Umweltverschmutzung etc. hervorgerufen werden. Sie reduzieren auch die Wahrscheinlichkeit von Naturkatastrophen oder mildern zumindest deren Ausmaß. Vedische Rituale helfen so zur Wiederherstellung von Frieden und Harmonie auf allen Ebenen.

  Die vedische Sichtweise ist sehr weitreichend: eine ihrer Hymnen spricht vom Menschen als amrita putrasya, d. h. "Kinder der Unsterblichkeit". Das bedeutet, daß der Weg des Veda für die Entwicklung des Bewußtseins unendlich ist: Schritt für Schritt kann der Mensch den Zustand totalen Erwachens erreichen, welcher dem unsterblichen Wesen angehört, das in jedem Einzelnen von uns verborgen ist. 



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